Mein Start in Australien – 2

Ansonsten gab es auch in Perth einige Erlebnisse. Eines wunderschönen Morgens, natürlich genau der Morgen, an dem ich mal einmal richtig ausschlafen wollte, bin ich nur in meinem Bett hochgeschreckt, weil es plötzlich total laut war. Was war denn jetzt los? Ich habe erstmal einige Sekunden gebraucht um zu begreifen, dass es der Feuermelder im Hostelzimmer war, der solch einen Lärm gemacht hat.

Wie ich nunmal bin, hab ich erstmal überlegt, ob ich denn wirklich aufstehen soll oder ob ich einfach liegen bleibe…..wie idiotisch von mir, aber war irgendwie immer noch im Halbschlaf und hab eher an eine Übung gedacht, wie man sie früher so oft in der Schule hatte. ;o) Bin dann aber doch mal aufgestanden, hab mir die Key-Card und mein Handy geschnappt, was ich beides direkt neben meinem Kopfkissen deponiert hatte, und dann raus aus dem Zimmer.

Dann der Schock….im Flur direkt vor unserem Zimmer war alles nebelig. Oh Gott, es brennt wirklich, du musst schnell hier raus….dann direkt der nächste Gedanke: „Oh noooooo, meine ganzen schönen Sachen, meine Schuhe, mein Lappi und vor allem BARBAPAPA!!!!“ War mir echt nich sicher, ob ich die Sachen wirklich im Zimmer zurücklassen sollte, aber vernünftig wie ich, zumindest manchmal, bin, bin ich dann mit Manu doch Richtung Ausgang. Unten im Hostel angekommen, stand da auch direkt schon die Feuerwehr….hammmmmmm, waren die Feuerwehrmänner lecker! ;o) War ja klar, selbst in so ner Situation denken Manu und ich direkt daran….und wir hatten beide direkt n Grinsen im Gesicht, weil jede wusste, was die andere dachte. ;o)

Da unten gab es aber auch direkt Entwarnung…ich weiß bis jetzt nicht, woher es kam, aber es hat sich nur um sehr dichten Staub etc. gehandelt. Auf unserer Etage liefen nämlich Malerarbeiten auf Hochtouren. Ich weiß nicht, was die Maler veranstaltet haben, aber soweit ich weiß, war denen dieses ganze Chaos zu verdanken.

Mein Gedanke dann natürlich:“Nein, wie seh ich eigentlich aus?“ Frisch aus dem Bett, die Haare standen mir zu Berge, noch n bissl verschmierte Schminke im Gesicht…schrecklich. Zum Glueck hab ich im Eingangsbereich des Hostels dann aber auch mehr und mehr gähnende Gestalten gesehen, die sich noch den Schlaf aus den Augen gerieben haben. Ich war also kein Einzelfall und daher war alles dann doch eher echt lustig. Nach der Entwarnung gings dann auch wieder fix aufs Zimmer….im Flur standen grad noch die Feuerwehrmänner….also schnell aus der Tür noch ein Foto geknipst….ich brauch ja irgendeinen Beweis, dass das wirklich passiert ist. ;o)

Australia-Now: Lecker-Feuerwehrmänner

Hatte dann eigentlich auch geplant, nach ca. 1 Woche in Perth Amanda zu besuchen. Ich habe Amanda bei meinem Work & Travel Aufenthalt 2004 kennengelernt und bin fast 8 Monate zusammen mit ihr gereist. Hatte also meine ersten beiden Wochen geplant…1 Woche Perth und danach ca. 1 Woche bei Amanda in Albany. Aber haaa, wie hab ich es doch immer wieder den Teilnehmern von Stepin empfohlen??? „Macht bloß keine Pläne…die werft ihr eh sofort übern Haufen!“ Das sollte sich auch bei mir bewahrheiten. Aufgrund von vielen verschiedenen Vorkommnissen hab ich nur die Info erhalten, dass ich leider doch nicht zu Amanda kommen kann….na toll, und jetzt??? Jajaaaa, das war mal wieder eine gute Übung spontan zu werden….so wie auch bei meinem ersten Aufenthalt hier. ;o)

Habe mich dann entschieden nach ca. 1 1/2 Wochen nach Brizzy (=Brisbane) zu fliegen….MEINE Stadt, die ich schon seit meinem ersten Besuch so geliebt hab!! Hier angekommen, gings dann auch direkt in das Hostel, in dem ich bei jedem Aufenthalt gewohnt hab. Hach, hab mich direkt wieder heimisch gefühlt….war das schön!!! Ich wusste direkt dass ich mir fürs Studium hier auf jeden Fall die richtige Stadt ausgesucht habe!!!

Australia-Now: Deutschlaaaaand-Deutschlaaaaand!!

Im Hostel hab ich direkt auch ein paar Leute kennengelernt…auch    einige Deutsche…..und Sonntag Nacht bin ich mit denen dann los das Deutschland-England-Spiel gucken. Aufgrund der Zeitverschiebung it es hier nämlich manchmal harte Arbeit bis zum Spielbeginn wach zu bleiben….dieses Spiel ging hier aber schon um 12 Uhr nachts los….also eigentlich die perfekte Zeit! ;o) Nach dem grandiosen Sieg musste ich natürlich auch richtig feiern, so dass ich dann gegen 5 Uhr ins Bett gefallen bin…und am nächsten Tag dann das böse Erwachen….Nein, nicht nur der brummende Schädel wegen dem guten australischen Bundaberg Rum, auch meine Stimme war weg…so ein Mist!!! Meine Erkältung hat sich bitterböse an mir gerächt….vielleicht hätte ich doch im Bett bleiben sollen….aber neeeeee…das Spiel war es auf jeden Fall wert fast 1 1/2 Tage auf meine Stimme zu verzichten. ;o)

Dann gings relativ spontan für mich weiter nach Murgon….noch nie gehört??? Kein Wunder…ist auch nur eine kleine Stadt 4 Stunden von Brisbane im Inland. Was ich da gemacht habe??? Jaaaa, habe dort Joanna besucht. Joanna ist die Besitzerin des Farm & Travel Programms von Stepin….und da dies eins meiner Programme bei Stepin gewesen ist, musste ich mir die Farm natürlich auch mal mit eigenen Augen angucken.

Australia-Now: Homestead-für-die-Teilnehmer

Außerdem werde ich während meines Studiums wahrscheinlich auch nebenher für Joanna arbeiten…..also ging es für mich ab auf die Farm. Diese Woche war allerdings kein offizielles Farmtraining, so dass ich mir erstmal alles in Ruhe anschauen konnte. Mit Vorfreude auf die Farm, aber auch mit etwas Unwohlsein im Bauch wegen der australischen Spinnen, ging es dann mit dem Bus nach Murgon. Dort wurde ich dann von Gergia und Dan abgeholt…einem englischen Pärchen, das die Woche davor das Farmtraining mitgemacht hat und nun fest auf Joannas Farm arbeitet. Mit den beiden ging es dann auf die Farm und in die Cottage, wo ich die nächsten Tage mit Georgia und Dan wohnen sollte. „This is your bedroom“…Oh God, hatte ich Angst….allerdings war er nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Ich muss allerdings sagen, dass keiner, der mich kennt, geglaubt hätte, dass ich in diesem Zimmer schlafen würde.

Mein Grundsatz in Deutschland war doch immer: „Wenn eine Spinne in meinem Schlafzimmer ist, muss diese getötet werden und ich muss es sehen, dass sie wirklich aus meinem Zimmer ist. Sollte die Spinne wegkrabbeln werde ich niemals in diesem Zimmer schlafen!!!“ Aber irgendwie ist hier mal wieder alles anders….mindestens 4-5 Spinnen haben in den Ecken des Zimmers gewohnt, aber ich glaube ich konnte damit leben, weil ich wusste, dass es hier viel größere Spinnen gibt (die Spinnen im Zimmer waren die gleichen wie in Deutschland). Auf jeden Fall bin ich sehr stolz auf mich, dass ich trotzdem soooo gut in dem Zimmer geschlafen hab. ;o)

Australia-Now: Dan-Dan-Georgia-Joanna-v.l.

Ansonsten habe ich auf der Farm natürlich Joanna und ihren Mann Dan kennengelernt, die Ponys spazieren geführt, mich mit um die Hunde und Pferde gekümmert, aber ansonsten hauptsächlich in die Büroarbeit dort reingeschnuppert.

Momentan bin ich aber wieder in Brisbane und werde mich in den nächsten Tagen erstmal um die WG-Suche kümmern….brauche ja irgendwann auch mal dauerhaft ein Dach über dem Kopf. In 1-2 Wochen werde ich dann wahrscheinlich aber nochmal auf die Farm und das „offizielle“ Farmtraining mitmachen….mal sehen, wie ich mich da so schlage. ;o)

Soooo, jetzt gehts aber erstmal ab ins Bett…..brauche doch meinen Schönheitsschlaf, damit ich morgen Nacht um 12 wieder in meinem Deutschlandtrikot strahlen kann, wenn wir die Argentinier platt machen! Go Germany Go!!!!!!;o)

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